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Die Beziehung retten: Warum du nicht erwarten solltest, dass du durch deinen Partner glücklich wirst

Wer kennt sie nicht, die Vorstellung von Prinz Charming, der auf seinem weißen Ross angetrappt kommt und dich glücklich macht.

Ja, am Anfang einer Beziehung fühlt es sich so an, als mache dein Partner dich glücklich, doch da sind einerseits eure Hormone und andererseits die Bereitschaft auf beiden Seiten, sich eben von der besten Seite zu zeigen und in dem anderen "aufzugehen". Doch  was tun, wenn diese Hoch-Zeit vorüber ist und du feststellst, dass dich dein Partner nicht glücklich macht?

 

Sich trennen oder hoffen, dass du oder dein Partner nur anders werden müsstet. Oder anzunehmen, dass es früher perfekt war und sich wünschen, dass es wieder so sein wird und dabei Tag um Tag, Jahr um Jahr verstreichen lassen und irgendwann völlig desillusioniert das Handtuch wirst, in der Annahme, dass es eben nicht anders sein kann, ist ja schließlich bei den anderen Paaren in deinem Umfeld auch so.

 

Ich möchte dir mit diesem Artikel Mut machen, und zeigen dass das Glück noch auf dich wartet und für dich bereit steht, wenn du die Idee aufgibst, dass du nur durch deinen Partner glücklich werden kannst.

Was du tun musst, um in deiner Beziehung glücklich zu werden.

  1. Nimm' deine Vorstellungen, wie dein Partner zu sein hätte, zurück. Denn sie ist aus deiner Perspektive heraus entstanden. Doch hier müssen wir offen miteinander reden: "Du bist nicht der Nabel der Welt und deswegen wäre es anmaßend, wenn du mit deiner Vorstellung entscheidest, ob jemand perfekt ist oder nicht." Jeder könnte für dich perfekt sein, wenn ihr beide das selbe Ziel, nämlich gemeinsam eine wunderschöne Beziehung zu führen, verfolgt und diesen Blogartikel und alle weiteren zum Thema Paarberatung als Inspiration nutzt. Ja, die Ansage ist hart, aber lieber kläre ich dich über deine Täuschung auf, als dass du irgendwann von deinem Partner enttäuscht bist.
  2. Nimm' deine Vorstellung, wie du zu sein hättest, zurück. Du bist perfekt, wenn du achtsam mit dir selbst umgehst. Das Modewort ist hier ja Selbstliebe, und gern kannst du hier zu mehr darüber lesen, wenn du das möchtest.
  3. Verweile in deiner Beziehung im Hier und Jetzt, d.h. du trägst Konflikte mit deinem Partner nicht jahrelang mit dir rum. Du machst den Plan, wie eure Beziehung zu sein hätte nicht zu konkret, denn das Pläne schiefgehen können, weißt du ja. Also genieße den Weg an der Seite mit diesem tollen Menschen, der genauso wie du, sein Päckchen, seine Prägungen zu tragen hat und  einfach nur geliebt, geachtet und respektiert werden möchte. Doch das geht immer nur in dem Augenblick, den ihr grad miteinander habt.
  4. Sei dankbar für alles was du hast, allein und mit deinem Partner, denn der Vergleich ist des Glückes Tod, sagt man.
  5. Mach deine Liebesbeziehung zur Basis und nicht die Partnerschaft. Viele kennen den Unterschied nicht, deswegen möchte ich ihn dir hier aufzeigen. Liebe kann man nicht mit Worte beschreiben. Du kannst sie nur fühlen, doch dafür musst du Ziele, Wünsche, Erwartungen loslassen. Klar nicht an der Kasse, aber in der trauten Zweisamkeit. Fühlt euch, spürt euch, schaut euch an, ohne etwas zu sagen, betrachtet euch, und entdeckt alles, wie beim ersten Mal. Glaub mir, das ist möglich. Eine Partnerschaft hingegen ist der Rahmen für den Alltag, hier stimmt ihr euch ab, habt gemeinsame Hobbies, Projekte. Und auch das ist wichtig und schön, sich mitteilen und miteinander erleben zu können. Aber die Partnerschaft allein reicht nicht, sie kann euch nicht die Zartheit, die Weichheit des Partners aufzeigen und auch nicht die Zärtlichkeiten, Wärme, Geborgenheit und das Sich-Fallen-Lassen-Können aufgrund des Sicherheitsgefühls geben. Es braucht euch und hier meine ich wirklich nur dich und ihn, um die Liebe fühlend zu zelebrieren.
  6. Sprich achtsam mit deinem Partner, denn glaube mir, du missverstehst ihn unabsichtlich genauso oft wie auch er dich missversteht. Unabsichtlich natürlich, da braucht es keine Wortgefechte der Egos.
  7. Übe dich in der Kunst des Zuhörens, denn sie ist ein Teil der echten Liebesbeziehung, da sie dir offenbart, was deinen Lieblingsmenschen bewegt. Punkt 6 und 7  sind somit die Basis für Offenheit und Nähe.
  8. Kultiviere deine Liebesfähigkeit, das bedeutet, dass du dem Liebesgefühl nichts entgegen stellst, was dich daran hindert, deinen Partner zu lieben. Er ist ein Mensch, so wie du auch. Also möchtet ihr beide doch dasselbe. Doch diese seid ihr einerseits selbst (mehr dazu in diesem Artikel) und andererseits bist du in der Lage zu lieben, wenn du glücklich bist, was wiederum deine innere Zufriedenheit braucht. Und das Wort "innere" sagt schon aus, wo es herkommen muss, nämlich aus dir. Sie entsteht, wenn du dich dafür entscheidest, dass es so wie es ist gut ist. Kein "wenn doch nur", kein "ich würde ja gern,aber", kein "ach könnte es nur" oder " es sollte" oder "es bräuchte". Du hast mich bestimmt verstanden.
  9. Gehe davon aus, dass dein Partner besser weiß als du, warum er etwas tut. Und gehe weiterhin davon aus, dass du ihn nur verstehen musst, damit du wertschätzen kannst, was er tut. Gehe weiterhin davon aus, dass er dich nicht verletzen will, aber gehe dabei auch davon aus, dass er nicht alles an dir kennt, und deswegen nicht wissen kann, wie du es gern haben möchtest oder wie du auf etwas reagieren wirst.
  10. Versuche nicht nach Ratgebern zu leben, denn ihr seid individuell und auch wenn wir darauf trainiert sind Antworten im Außen zu suchen, kannst du sie nur finden, wenn du still bist und dich kennst. Lerne also, was es dazu braucht und dann vertraue dir.
  11. Jetzt ganz genau lesen: Verwechsle Verhalten nie mit dem Menschen. Neigst du auch dazu zu sagen, dass jemand dies oder das ist, und dabei meinst du nur sein Verhalten? Das geht vielen so und führt leider dazu, dass du das Verhalten mit dem Menschen zu einem Teil verschmelzen lässt, wodurch du entweder dich selbst oder eben deinen Partner in eine Schublade oder in eine Rolle presst. Doch Liebe und Beziehung sind etwas dynamisches und lebendiges. Deswegen lasse deine Wertung über ein Verhalten nie zu etwas Persönlichem werden.

Ja, Partnerschaft und vor allem eine glückliche Liebesbeziehung verlangen von dir viel ab.  Denn du musst  lernen wach zu sein, dein Denken stets zu hinterfragen, dich selbst infrage stellen, dich selbst offen zeigen und bereit sein, immer wieder deinen Partner als Wunder zu sehen. Gern coache ich dich und euch bei den ersten Schritten des neuen Weges hin zu echter, glücklicher Zweisamkeit.

 

Herzlichst Cornelia

Schreibe mir gern in den Kommentaren, wenn ich an einem Punkt den Artikel noch ausführlicher schreiben soll.

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