Du bist mit Sicherheit hier gelandet, weil du das Gefühl hast, dass dir dein Partner nicht wirklich zuhört, richtig?
Oder weil du findest, dass eure Beziehung nicht mehr so frisch, lebendig, romantisch, einfühlsam, wohltuend und und und wie am Anfang eurer Kennlernphase ist, stimmt's?
Auf jeden Fall scheinst du nicht mehr ganz glücklich in deiner Partnerschaft zu sein, und möchtest das gerne ändern, nicht wahr?
Dann lies gerne weiter, denn Zuhören können ist die wichtigste Zutat für eine erfüllte Partnerschaft und ich möchte dir mit diesem Blogartikel aufzeigen, warum das so ist.
Warum ist Zuhören können die wichtigste Zutat für eine glückliche Paarbeziehung?
- Wer zuhören kann, hat den ersten Schritt in Richtung Verständnis für den anderen haben genommen.
- Beim Zuhören erfährst du die Bedürfnisse, Wünsche, Vorstellungen, Emotionen und auch ganz simple den Alltag des anderen.
- Wer zuhören kann ist am anderen interessiert. Klar die Qualität der Fragen entscheidet auch über die Intimität deiner Beziehung. Gute Fragen sind zum Beispiel: Was bewegt dich? Welche Gedanken gehen dir zu Thema XY durch den Kopf? Welche Ziele aber auch Prioritäten verfolgst oder lebst du? Was möchtest du für dich selbst aber auch für uns gemeinsam erreichen? Was macht dich traurig, was fröhlich und vor allem, warum?
- Zuhören können bedeutet, in sich still zu sein. Keinen eigenen Gedanken aufkommen zu lassen, der dazuführen würde, dass du antwortest und dich einbringst, statt ganz in deinem Partner aufzugehen. Das ist übrigens die schwierigste Challenge des Zuhörens, denn wir sind darin trainiert, mit eingehenden Informationen etwas anzustellen und einen Teil beitragen zu wollen, quasi die eigene Meinung oder Ansicht, das eigene Wissen oder eigene Erfahrungen kundzutun, oder hast du es bis hier geschafft zu lesen ohne dabei darüber nachzudenken, was du über meinem bisherigen Inhalt denkst? Wenn ja, Respekt, wenn nein, eben. ;-D
- Zuhören können bedeutet also, in die Welt des Partners einzutauchen ohne sie zu bewerten oder diese für dich selbst annehmen, also zu deiner eigenen machen, zu müssen. Es bedeutet dazusein im Hier und Jetzt und verstehen zu können, was gerade in deinem Partner vorgeht ohne dies zu bewerten.
Was Zuhören können für die Liebesbeziehung bringt.
Erst einmal ganz allgemein gesprochen, lebt sie dadurch entweder wieder auf, oder sie bleibt euch erhalten. Denn eine erfüllte Partnerschaft ist nur gegeben, wenn die Basis von ihr die Liebesbeziehung ist.
Doch was heißt das?
Nun eine Partnerschaft ist im Prinzip die gemeinsame Entscheidung von euch gewesen, auch nach dem ersten Hoch der biologischen Hormone euch weiterhin auf einander einzulassen, für einander dazusein und ganz klassisch den Herausforderungen des Alltags gemeinsam und an einem Strang ziehend zu begegnen.
Doch eine Liebesbeziehung bedeutet Gewahrsein. Also euch im Hier und Jetzt zu sehen. Und dabei meine ich nicht, von dem anderen sehen und hören zu wollen, was du gern sehen und hören magst. Nein, damit ist einerseits gemeint das innere Erleben deines Partners zu erforschen und andererseits dich jeden Moment aufs Neue von ihm überraschen zu lassen. Nicht, weil dein Partner dich überraschen will, sondern weil du ihn nicht für alltäglich gegeben siehst und auch in keine Schublade steckst.
Zuhören können ist damit eine Fähigkeit, die du unbedingt für dich kultivieren und somit in deiner Beziehung pflegen solltst. Glaube mir, die Zeit ud Aufmerksamkeit, die du hier hinein investierst, wird dir zig fach geben können, was du als eine glückliche, zufriedene und erfüllte Paarbeziehung bezeichnest.
Wie kannst du die Fähigkeit des Zuhören könnens in der Partnerschaft erlernen?
Ich hatte es weiter oben schon angedeutet, dass wir von klein auf darauf konditioniert werden, zu antworten. Dabei ist es egal, ob du es für deinen Partner hörbar tust oder einfach gedanklich dein Teil denkst.
Dein Partner wird immer merken, ob du voll und ganz bei ihm bist oder ob du ihm nur zuhörst, um ihm zu antworten oder um das Gehörte für deine Vorstellung verwenden zu können.
Doch sich angenommen zu fühlen, beginnt eben mit Stille in deinem Kopf.
Und dann mit dem Zuhören im Bewusstsein, dass dein Lieblingsmensch mit genauso vielen Herausforderungen im Außen als auch in seinem Inneren konfrontiert ist, wie du.
In meinem Blogartikel über die Gewaltfreie Kommunikation habe ich beschrieben, wie dann ein Dialog zwischen euch aussehen könnte, wenn du deinen Partner wirklich verstehen willst. Und kann ihn dir deshalb nur ans Herz legen.
Welche Arten des Zuhörens gibt es?
Man unterscheidet beim Zuhören können in ein aktives und ein passives Zuhören.
Passiv hörst du zu, wenn du das Gehörte sozusagen verarbeitest. Und beim aktiven Zuhören ist der Fokus beim Sender der Botschaften.
Folgende sieben Stufen gibt es nun konkret:
- vorgetäuschtes Interesse - Du antwortest zum Beispiel einsilbig, um den Redefluss am Leben zu halten, aber ohne der Absicht den Inhalt wirklich wahrzunehmen und oder machst nebenbei noch was anders
- projizierende Inhalte - du nimmst einzelne Inhalte deines Gegenüber auf und antwortest mit eigenen Gedanken, wie Erfahrungsberichten, dazu.
- das verkürzende Gespräch - du unterbrichst dein Gegenüber und verweist auf andere Dringlichkeiten. Vertröstest vielleicht noch auf später.
- widersprechendes Zuhören - hier geht es darum, dass du mit deiner Sichtweise den Sieg davontragen willst.
- aufmerksames Zuhören - hier lässt du dich voll auf dein Gegenüber ein und das spürt dein Partner auch
- aktives Zuhören - hier reflektierst du aktiv das dir Erzählte, in dem du Fragend Interesse für das Thema und deinen Partner bekundest.
- empathische Zuhören - die Königsdisziplin, denn hier bist du nicht nur voll und ganz bei deinem Partner gewesen, sondern fördest ihn in seinem Denken, Fühlen und Handeln. Du bietest also nicht von dir aus gleich deine Antworten an, sondern fragst entweder nach, ob deine Unterstützung gewünscht ist oder gibst diese erst, wenn du diesbezüglich gefragt wurdest. In der bewussten Selbstrealisation geht es sogar so weit, dass du nur maximal die Inhalte gibst, die vielleicht deinem Partner fehlen, um für sich eine gute Entscheidung treffen zu können. Du suggerierst also nichts, sondern hilfst die Dinge zu beleuchten oder die inneren Widerstände/ Konflikte auflösen zu können. Hier fühlt sich dein Partner wirklich gehört, gesehen und verstanden. Bravo :-D
Hättest du gedacht, dass Zuhören können so eine Wissenschaft für sich ist?
Ich wünsche dir auf jeden Fall für deine Partnerschaft alles Gute und freue mich, wenn du dich bei mir meldest, weil du vielleicht noch eine Verständnisfrage zu diesem Artikel hast oder weil du dir wünschst mit mir über deine Beziehung zu sprechen. Solange der Wunsch da ist, die Beziehung odre Partnerschaft weiterführen zu wollen, besteht immer die Möglichkeit der positiven Veränderung in eurem Sinne.
Herzlichst Cornelia
Übrigens, ich habe einen Newsletter, in dem teile ich dir mit, wenn ich wieder einen neuen Blogartikel aufgesetzt habe. Und wer ihn abonniert kann mir auch gern schreiben, zu welchem Thema ich was bloggen soll. Bist du dabei?
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